Frauen und Arbeitsmarkt
Grundtvig-Lernpartnerschaftstreffen
April 2014 Newsletter
Das Treffen in Sliven war von guter Zusammenarbeit und intensiven Lernerfahrungen geprägt. Dank der sehr guten Vorbereitung der Gemeinde Sliven hat sich ein gewinnbringender Austausch zum Thema Frauen und Arbeitsmarkt entwickelt. Die Tandemarbeit in den Lernpartnerschaften hat sich gut bewährt. Die Auseinandersetzung mit den Arbeitsfragen zum 4. Partnertreffen war intensiv. Die Tandems haben effektiv zusammenarbeit.
In der gemeinsamen Auswertung und Diskussion in Sliven waren sich alle Partnerinnen einig, dass für Frauen Bildung bzw. Zugang zu Bildung -als Voraussetzung für gute Arbeit - wichtig und formell gegeben ist. Gleichwohl sehen sich Frauen verschiedener struktureller/kultureller Benachteiligung gegenüber. Frauen mit Migrationshintergrund oder Alleinerziehende sind besonders betroffen.
Bezüglich des Zugangs zu Arbeit und dem Erwerbsleben von Frauen stellen die Partnerinnen fest, dass Frauen durch gesellschaftliche Strukturen behindert werden. Dies führt zur Unvereinbarkeit von Familie und Arbeit. Frauen haben weniger Aufstiegschancen als Männer. Frauen werden in gleichen Berufen bei gleicher Arbeit nicht gleich entlohnt. Typische Frauenberufe zeichnen sich durch eine schlechte Bezahlung und wenig gesellschaftliche Anerkennung aus. Die Situation von Alleinerziehende Frauen ist ganz besonders problematisch. Hier sehen alle Partnerinnen großen Handlungsbedarf.
Die Fachdiskussion stellt zusammenfassend fest, dass die Berufstätigkeit von Frauen in allen Partnerländern selbstverständlich ist. Frauen möchten den Lebensunterhalt für sich selbst und die Familie erwirtschaften und streben eine berufliche Entwicklung an. Oftmals sehen sie sich jedoch mit Benachteiligungen wie der „gläsernen Decke“, dem „gender pay gab“, sexuellen Belästigungen und allgemeiner Diskriminierung von Frauen konfrontiert. Mehr zu Ergebnissen und Fachthemen hier
